Ich hab den People Pleaser rausgeschmissen
19. Juli 2026 · 1 Min. Lesezeit
Eine persönliche Zwischenbilanz
Es gab eine Version von mir, die jeden Raum zuerst nach Stimmung abgescannt hat, bevor sie überhaupt wusste, was sie selbst fühlt. Die zugesagt hat, bevor die Frage zu Ende gestellt war. Die sich klein gemacht hat, damit niemand sich unwohl fühlt.
Ich habe lange gedacht, das sei einfach mein Wesen. Freundlich, flexibel, rücksichtsvoll. Bis ich gemerkt habe: Das war kein Charakter. Das war ein Programm — entstanden aus einer Zeit, in der Anpassung der sicherste Weg war, dazuzugehören.
Ich habe diesen Teil nicht abgeschafft, weil ich ihn plötzlich nicht mehr brauchte. Ich habe ihn rausgeschmissen, weil ich irgendwann gemerkt habe, was er mich gekostet hat: Jahre, in denen ich alle gut versorgt habe — außer mich selbst.
Es war kein einzelner Moment. Es waren viele kleine, in denen ich ein Ja durch ein ehrliches Nein ersetzt habe. Unbequem am Anfang. Und jedes Mal ein Stück mehr ich selbst.
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