Der Antreiber „Streng dich an“
20. Juli 2026 · 1 Min. Lesezeit
Wenn Anstrengung wichtiger wird als das Ergebnis
Es gibt Menschen, für die fühlt sich ein leichter Erfolg fast verdächtig an. Wenn etwas einfach gelingt, zweifeln sie daran, ob es überhaupt zählt. Erst wenn es schwer war, wenn es Kraft gekostet hat, fühlt sich das Ergebnis verdient an.
Das ist der Antreiber „Streng dich an“ — und er verwechselt zwei Dinge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben: Anstrengung und Wert. Wer mit diesem Programm aufgewachsen ist, hat vermutlich früh gelernt, dass Mühe gesehen und belohnt wurde — das Ergebnis selbst weniger.
Die Folge im Erwachsenenleben: Wege werden unnötig kompliziert, einfache Lösungen fühlen sich falsch an, und Pausen lösen ein schlechtes Gewissen aus, weil sie nicht wie Leistung aussehen.
Diesen Ursprung zu erkennen, öffnet einen einfachen, aber ungewohnten Gedanken: Ein Ergebnis muss nicht schwer erkämpft sein, um wertvoll zu sein. Manchmal darf es auch einfach nur gut sein.
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