Das verletzte innere Kind — wenn alte Wunden den Alltag steuern
12. Juli 2026 · 1 Min. Lesezeit
Nicht jedes innere Kind ist unbeschwert. Wo frühe Bedürfnisse übergangen wurden — nach Sicherheit, nach Gesehenwerden, nach Halt — bleibt oft ein verletzter Anteil zurück, der bis heute leise weiterwirkt.
Wie sich eine alte Wunde im Alltag zeigt
Ein verletztes inneres Kind meldet sich selten direkt. Es zeigt sich in Mustern: im ständigen Bemühen, es allen recht zu machen. In der Angst vor Ablehnung, die größer ist als jede reale Gefahr. In dem Gefühl, sich Liebe verdienen zu müssen.
Diese Reaktionen sind keine Übertreibung. Sie sind die Sprache einer Erfahrung, die nie getröstet wurde.
Nicht das Kind ist das Problem
Es geht nicht darum, diesen Anteil zum Schweigen zu bringen. Der verletzte Teil hat lange etwas geschützt und getragen. Er verdient keinen Tadel, sondern Aufmerksamkeit.
Die Arbeit besteht darin, die Wunde zu sehen — und der erwachsenen Person heute zu erlauben, das zu geben, was damals gefehlt hat: Sicherheit, Anerkennung, ein „Du bist genug."
Ein erster, sanfter Kontakt
Wenn du das nächste Mal eine unverhältnismäßig starke Reaktion bemerkst, versuche innerlich nicht dagegen anzugehen, sondern zu fragen: Was hätte dieser Anteil damals gebraucht?
Diese Arbeit ist tief und braucht einen sicheren Rahmen. Wenn du sie nicht allein gehen möchtest, begleite ich dich gerne — behutsam und in deinem Tempo.
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