Das innere Kind trösten — ohne in der Vergangenheit zu bleiben
16. Juni 2026 · 1 Min. Lesezeit
Wenn ein verletzter Anteil sichtbar wird, entsteht manchmal die Sorge, im Schmerz zu versinken. „Wenn ich das alles fühle, komme ich da je wieder heraus?" Diese Sorge ist verständlich — und meist unbegründet.
Trösten heißt nicht verharren
In der Vergangenheit stehenzubleiben und sie immer wieder zu durchleben, heilt nichts. Trösten meint etwas anderes: Die erwachsene Person von heute wendet sich dem jüngeren Anteil zu — mit dem Wissen, den Ressourcen und der Sicherheit, die damals fehlten.
Es ist eine Bewegung nach vorne, nicht zurück.
Was das Kind damals gebraucht hätte
Oft ist es überraschend einfach zu benennen: gesehen zu werden. Gehalten zu werden. Zu hören, dass es nicht schuld war. Zu wissen, dass es genügt, wie es ist.
Diese Botschaften kannst du dem Anteil heute geben — innerlich, in Worten, in einer Haltung. Nicht als Technik, sondern als echte Zuwendung.
Der Anker im Heute
Wichtig ist, dass die erwachsene Person die Führung behält. Du fühlst mit dem Kind, aber du bist nicht mehr nur das Kind. Du hast heute Möglichkeiten, die es damals nicht hatte — und genau das macht das Trösten wirksam.
Diese Balance zu halten, fällt in Begleitung oft leichter. Wenn du magst, gehen wir diesen Weg gemeinsam — behutsam und geerdet.
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